Die Mosel durchquert auf ihrem Weg von Trier bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz einen geologisch vielschichtigen Bereich. Das Moseltal ist — ähnlich wie das Mittelrheintal — ein Durchbruchstal, das der Fluss in das devonische Schiefergebirge eingegraben hat. Entlang der Wanderwege beiderseits der Mosel lassen sich verschiedene Gesteinstypen erkennen.

Devonischer Tonschiefer

Das häufigste Gestein im Moseltal ist devonischer Tonschiefer, lokal auch als „Moselschiefer" bezeichnet. Er entstand vor etwa 360 bis 400 Millionen Jahren als Sediment in einem flachen tropischen Meer. Heute ist er das Hauptbaumaterial historischer Häuser und Mauern der Region.

Quarzit im Hunsrück

In den höheren Lagen des Hunsrücks, der südwestlich der Mosel liegt, tritt Quarzit auf. Quarzit entstand durch Metamorphose von Sandstein unter hohem Druck. Er ist deutlich härter als Schiefer und bildet daher markante Felsrücken und Gipfelbereiche.

Weinbau und Geologie: ein direkter Zusammenhang

Die Schieferböden des Moseltals speichern Wärme und geben sie in der Nacht an die Reben ab. Diese thermische Eigenschaft des verwitterten Schiefers gilt als einer der Faktoren für die Eignung der Moselhänge für den Weinbau. Die steilen Schieferterrassen entlang der Mosel sind deshalb direkt mit der Geologie der Region verknüpft.

Rotliegendes bei Trier

Im Bereich um Trier tritt das sogenannte Rotliegende auf — ein rötlicher Sandstein und Konglomerat aus dem Perm-Zeitalter (vor etwa 250 bis 300 Millionen Jahren). Dieser rötliche Stein ist besonders gut im Stadtbild von Trier zu erkennen, etwa an der Porta Nigra, die aus dem lokalen Roten Sandstein erbaut wurde.

Erkennungsmerkmale auf dem Wanderweg

GesteinFarbeWichtigstes Merkmal
TonschieferGrau-blauSpaltet in dünne Platten
QuarzitHell, gelblichSehr hart, muschelig brechend
RotliegendesRötlichKörnig, sandige Textur sichtbar
Basalt (selten)Schwarz-dunkelgrauKompakt, schwer, körnig

Weiterführende Quellen

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